Schlagworte: Klassiker der frühen Moderne, Frühe Geschichte jüdischer Siedlungen in Palästina, Innenansicht eines Journalisten, Reisen und Interviews, Politische Verhältnisse
Ein frühes Dokument zur Lage in Palästina während der jüdischen Besiedlung Felix Salten schildert in seinem neusten Werk Palästina, das ihm zum Erlebnis wurde. Mit hinreißender Einprägsamkeit werden die historischen Voraussetzungen bildhaft entwickelt. Dies Buch steht über jeder Partei, Konfession und Nation als ein rein menschliches Dokument. [Aus der Ankündigung des Zsolnay Verlags]
Felix Salten (1869-1945), österreichisch-ungarischer Schriftsteller, wurde durch seine Tiergeschichte »Bambi. Eine Lebensgeschichte aus dem Walde« aus dem Jahr 1922 weltbekannt. 1890 schloss er Freundschaft mit Arthur Schnitzler, Hugo von Hofmannsthal, Richard Beer-Hofmann, Hermann Bahr und Karl Kraus. Erste Differenzen zu seinen Freunden traten bereits 1893 auf. Im Herbst 1894 war Salten als Redakteur der »Wiener Allgemeinen Zeitung« als Theaterreferent tätig. In dieser Funktion förderte er seine Freunde durch Kritiken. 1898 machte Salten die Bekanntschaft von Erzherzog Leopold Ferdinand und erhielt so Einblick in das Familien- und Hofleben der Habsburger. 1902 wechselte Salten zu der Wiener Zeitung »Die Zeit«. Seine Berichte über die Hofskandale machten ihn nun weit über Wien hinaus bekannt. Aufgrund seiner Artikel zählte Salten zu den Spitzenjournalisten seiner Zeit. 1906 ging Salten zu Ullstein als Chefredakteur der »B.Z. am Mittag« und der »Berliner Morgenpost«. Nach wenigen Monaten kehrte Salten jedoch nach Wien zurück, da ihm das politische und gesellschaftliche Klima in Berlin nicht behagte. Ab 1913 schrieb Salten auch Drehbücher für den Film. Bis 1918 war Salten intensiv im Filmgewerbe tätig und war an mindestens elf Filmen beteiligt. 1912 war er als Redakteur zum »Fremdenblatt« gewechselt. Daneben war er auch für das »Berliner Tageblatt« und ab 1913 auch für die »Neue Freie Presse« tätig. Dort publizierte Salten während des Krieges patriotische Stimmungsbilder und Polemiken gegen die westeuropäische Kultur und Literatur. Bald jedoch folgte die Ernüchterung. Ab den 1920er Jahren veröffentlichte er einige populäre Romane. Mit Hilfe des Zsolnay-Verlages wurde er zum Erfolgsautor. Als PEN-Präsident wurde er in die Auseinandersetzung mit Nazi-Deutschland hineingezogen. 1935 wurden seine Bücher in Deutschland verboten. Nach dem »Anschluss« 1938 blieb er von persönlichen Repressalien verschont. Der Grund dafür dürfte in seinem internationalen Ansehen und besonders dem Schutz durch den amerikanischen Generalkonsul Leland Morris gelegen haben. Saltens letzte Lebensjahre waren geprägt von finanziellen Problemen. Er starb am 8. Oktober 1945 in Zürich. [Quelle: Wikipedia]
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