FÜNF JAHRE TRAUER. EINE SEKUNDE ZWEIFEL. DER MINDTURNER UNTER DEN PSYCHOTHRILLERN.
Nora hat gelernt, mit dem Tod ihrer Schwester zu leben. Mit Therapie, Medikamenten und einer zerbrechlichen Normalität - bis zu diesem Novembernachmittag in Berlin. In einem Cafe zwischen Tassen und Stimmengewirr. Die Frau dort ist fremd - und doch unverkennbar vertraut. In ihrer Haltung. In ihrem Blick. In der Art, wie sie sich bewegt. Nora folgt ihr durch die Stadt und stößt auf ein Detail, das nicht existieren dürfte. Ein Detail, das zusammen mit ihrer Schwester verschwunden ist. Ab diesem Moment bekommt Noras Wirklichkeit Risse. Doch ihre Suche nach Antworten bleibt nicht unbemerkt. Während ihr Umfeld sie für krank erklärt, passieren Dinge, die sie nicht mehr kontrollieren kann. Nora beginnt zu begreifen: Vielleicht geht es hier nicht nur darum, was sie sieht. Sondern darum, was sie besser nicht sehen sollte.
Der Mindturner über Erinnerung, Wahrnehmung und die tödliche Linie zwischen Wahn und Wirklichkeit. ____________________________________________ WAS IST EIN MINDTURNER? Ein Mindturner ist ein Psychothriller, der dort beginnt, wo deine Gewissheit endet.
WAHN. WAHRNEHMUNG. WIRKLICHKEIT: Mindturner spielen mit dem Moment, in dem die Realität Risse bekommt und deine eigene Erinnerung zur Falle wird.
PSYCHOLOGISCHE TIEFE STATT ACTION: Die Spannung entsteht aus den Abgründen der Figuren selbst. Du wirst zum Komplizen ihrer Zweifel - bis du dir selbst nicht mehr sicher bist, was wahr ist.
BEWUSSTER VERZICHT: Mindturner brauchen keine Serienkiller, Ermittlerteams oder explizite Gewalt. Sie rücken das in den Mittelpunkt, was sich nicht greifen lässt - und genau deshalb eine Gänsehaut hinterlässt, die bleibt. Bist du sicher, dass du deinen Augen trauen kannst?
Yvonne Fothe (Jahrgang 1985) ist die Schöpferin der Mindturner - Psychothriller, in denen die gefährlichsten Abgründe nicht in Kellern, sondern im eigenen Kopf lauern. Schon früh gab sie ihrer Schwester ein Versprechen: Irgendwann würde sie ihr ein Buch widmen. Nach Jahren des Schreibens im Verborgenen veränderte ihre Ausbildung zur psychologischen Beraterin ihren Blick auf das Geschichtenerzählen grundlegend. Unter dem Motto "Wahn. Wahrnehmung. Wirklichkeit." erzählt die Berlinerin heute von der Zerbrechlichkeit unserer Wahrnehmung, in der die eigene Erinnerung zur Falle wird.
Ihre Texte sind ruhig, atmosphärisch dicht und verweigern einfache Antworten. Als Treibstoff für ihre tiefgründigen Psychospiele nutzt sie dabei oft ihre eigenen, wilden Träume an der Grenze zwischen Traum und Realität.
Mit "Nora - Bist du sicher?" legte sie ihr vielbeachtetes Debüt vor: Im winterlichen Berlin wird ein Detail, das nicht existieren dürfte, zum Ausgangspunkt einer Wahrheit, die besser verborgen geblieben wäre.
Im Dezember 2026 folgt "Echo": Ein Umschlag und ein verhängnisvolles Versprechen an einen Fremden reißen Max an Heiligabend in einen Strudel aus Schuld und Verdrängung. Im Schneesturm an der Ostsee verschwimmen Erinnerung und Gegenwart.
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