Olivias Welt ist in Aufruhr: Nach mehr als 15 Jahren sucht sie ihr Elternhaus auf, in dem sie einst eine traumatische Erfahrung gemacht hat. Sie stolpert über ihre alte Spielkonsole und macht dann eine mystische Erfahrung mit ihrem Lieblings-Videospiel. Als sie wieder zuhause ist, sucht sie nach einem Zugang zur virtuellen Welt ihres Avatars Olli, was ihr mit Hilfe ihres Verehrers Torben gelingt. Von nun an verbringt Olivia jede freie Minute mit Olli auf seiner einsamen Insel. Zwischen den beiden entsteht eine tiefe Freundschaft, und Olli eröffnet ihr neue Perspektiven auf ihre Welt und das Leben. Doch ein tragischer Vorfall schlägt eine tiefgehende Kerbe zwischen ihren beiden Welten und fordert Olivia heraus, ihre Beziehung zu Olli und letztlich ihr gesamtes Weltbild grundlegend zu hinterfragen.
Olivias Kerbe ist ein klassischer Beziehungsroman mit der Besonderheit, dass analoge und virtuelle Welten zu einem Handlungsstrang verwoben werden. Für mich ist die Geschichte jedoch noch mehr: Als gläubiger Christ, der sich kritisch mit seiner Spiritualität und seiner Gotteserfahrung auseinandersetzt, lese ich sie auch als eine moderne Parabel über die persönliche Beziehung zwischen einem Menschen und seinem Gott.
Olaf Euler schreibt Geschichten und Lieder, die dem Facettenreichtum des Lebens und die Ambivalenzen des Herzens nachspüren. Darüber hinaus unterrichtet er Pädagogik und Psychologie sowie Sozialmanagement an einem Beruflichen Gymnasium und lebt mit seiner Familie in der Kommunität Beuggen.
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