1731 segelt der fünfundzwanzigjährige Fassmacher Georg Bernhardt Schwarz nach Batavia, dem heutigen Jakarta. Er dient der niederländischen Vereinigten Handelsgesellschaft VOC als Soldat. Die VOC war due größte Handelsgesellschaft der Welt dank ihres Monopols auf Nelken, Muskat, Zimt und indische Elefanten. Schwarz beteiligte sich am Massaker an rund zehntausend Chinesen. Sein Bericht "Georg Bernhardt Schwartzens, Von Beutelspach aus dem Hertzogthum Würtemberg, Hochfürstl. Herren-Kieffers zu Münster bey Cantstatt, Reise in Ost-Indien: Worinnen mancherley Merckwürdigkeiten, Besonders aber Die Anno 1740 in seiner Anwesenheit zu Batavia fürgefallene Rebellion der Chinesen, Und deroselben darauf erfolgte große Massacre umständlich und aufrichtig beschrieben worden." ist vermutlich der einzige Augenzeugenbericht dieses Genozids und einer der wenigen Täterberichten von Genoziden überhaupt. Er beschreibt das Leben in der holländischen Kolonie und seine Abenteuer. In dieser Ausgabe wurde sein Bericht sanft redigiert, aus seynd wird sind, folgt aber dem Original.
Georg Schwarz wurde 1711 in Beutelsbach bei Stuttagrt geboren, lernte den Beruf des Küfers, Fassmacher, und diente zehn Jahre der VOC in Indonesien zuerst als Soldat, arbeitete dann in einer Tischlerwerkstatt und betrieb mit Hilfe von zwei versklavten Menschen ein Gasthaus für deutsche Gesellen. Nach seiner Rückkehr in seine schwäbische Heimat heiratet er, seine Frau Sophie Magdalena bekommt sechs Kinder. Schwarz wird Hoffassmacher beim Herzog Carl Eugen. Er stirbt 1790.
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