Das Verhältnis der demokratischen Gesellschaft zu ihren Streitkräften ist aus strukturellen Gründen immer schwierig. Demokratische Streitkräfte gibt es nicht. Seit ihrer Gründung definiert sich die Bundeswehr als 'Armee für die Demokratie'. Wilfried von Bredow beschreibt die historischen und aktuellen Konturen und Konsequenzen dieses Konzepts. Dabei sind auch Staat und Gesellschaft in der Pflicht, keine Lücke zwischen den militär- und sicherheitspolitischen Vorgaben für die Bundeswehr und den Mitteln zur Auftragserfüllung entstehen zu lassen. Sonst wird die Demokratie-Loyalität der Bundeswehr von innen und außen gefährdet.
Wilfried von Bredow ist emeritierter Professor für Politikwissenschaft und hat sich seit seiner Dissertation über den Wehrbeauftragten Heye intensiv mit militärsoziologischen Fragen und dem Verhältnis von Streitkräften zur zivilen Gesellschaft beschäftigt. Zu seinen Publikationen zählen zahlreiche Bücher und Aufsätze zur deutschen Außen- und Sicherheitspolitik und zur Geschichte der Bundeswehr. Zuletzt erschien von ihm 'Kriege im 21. Jahrhundert' (2024).
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