Schlagworte: literarische Kurzgeschichten, autobiografisch gefärbte Prosa Erinnerungen Erinnerungskultur, Frauen- und Familenerzählungen Erwachsenwerden, Nachkriegsgeneration Schweigen der Generationen Nachkriegskindheit, Mutter Tochter Konflikt Beziehung, Feinsinnige Erzählungen über Scham, Sehnsucht und Selbstfindung
Im Zentrum vieler Erzählungensteht eine Generation, die im Schatten des Zweiten Weltkriegs aufwuchs. Karin Wrulich, selbst in dieser Zeit geboren, schreibt von einer Kindheit in emotional verarmten Verhältnissen, von Eltern, gefangen in der aussichtslosen Aufholjagd nach dem Nichtgelebten, und von einer Verwahrlosung, die niemand als solche erkannte. Aus dem ungesehenen Mangel entstand ein Hunger nach Leben, Nähe und Sinn - ein Hunger, der nie ganz gestillt werden konnte. Weitere Texte widmen sich der stillen Unterdrückung junger Frauen in den 1960er-Jahren, ihrem Ringen um Selbstbestimmung und einem Platz in einer Gesellschaft, die dafür kaum Raum vorsah. Es gibt aber auch frei erfundene Geschichten. Eines gilt für alle: Sie erklären nichts, sie drängen nicht. Sie laden ein, einen Moment zu verweilen, einzutauchen, sich selbst wiederzufinden oder etwas Fremdes zuzulassen. Jede Erzählung ist ein behutsamer Schritt aus dem Nebel - aufmerksam, menschlich, wahrhaftig.
Karin Wrulich hat in Hamburg Germanistik studiert und jahrelang als Lehrerin gearbeitet. Nebenbei gehörte Schreiben immer zu einer ihrer wichtigsten Tätigkeiten. Sie hat unzählige Kurzgeschichten und Gedichte geschrieben, die teilweise in Anthologien veröffentlicht wurden. Sie hat in vielen verschiedenen Ländern gelebt. Dieses Buch schrieb sie für ihren Sohn Jakob, als er 10 Jahre alt war.
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