Das Bildungssystem befindet sich nicht erst seit kurzem in einer Krise; es ist in seiner aktuellen Form zu einer epistemischen Falle geworden. In seinem Werk Schulschluss legt der Autor eine radikale Strukturanalyse vor, die weit über die üblichen Reformdebatten hinausgeht.
Ausgehend von der täglichen Überforderung des pädagogischen Personals und einer tiefgreifenden psychischen Belastung als neue Normalität, wird die Schule als ein Ort entlarvt, der primär seine eigene Unangemessenheit reproduziert. Der Autor analysiert, wie das krampfhafte Festhalten an historisch gewordenen Antworten die eigentliche Bildungsaufgabe verhindert und stattdessen soziale Fragilität und Orientierungslosigkeit erzeugt.
Das Buch bricht mit der Illusion, dass mehr Ressourcen oder digitale Technik das System heilen könnten. Stattdessen plädiert es für eine konsequente Entgiftung der Bildung und ein Lernen, das jenseits von klassischem Unterricht und institutionellen Zwängen stattfindet. Schulschluss ist ein leidenschaftliches Plädoyer für die Suspendierung einer falschen Selbstverständlichkeit und die mutige Gestaltung einer Bildungszukunft, die den Menschen und seine Potentiale wieder ins Zentrum rückt. Ein unverzichtbarer Debattenbeitrag für Lehrkräfte, Schulleitungen und Bildungspolitiker, die bereit sind, Schule neu zu denken.
Christoph Schmitt arbeitet seit über zwanzig Jahren an der Schnittstelle von Bildung, Ethik und Organisationsentwicklung. Er war Lehrer, Rektor, wirkte in Forschung und Lehre an Hochschulen und berät Bildungsinstitutionen im DACH-Raum. In seinem Blog learnflow.city setzt er sich mit der Frage auseinander, wie Bildungsarbeit unter Bedingungen von Unsicherheit neu gedacht werden kann.
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