Sechs Tote in zwei Monaten, und eine Stadt, die abends früher die Läden schließt. William Allaway, kaum dem ersten Lehrjahr der Inquisition entwachsen, besitzt eine Gabe, die kein anderer beherrscht: Er liest, was stumm ist. Die Befunde der Toten, die feinen Pausen eines Verhörs, den winzigen Riss im Bild dort, wo Erinnerung und amtlicher Abzug einander widersprechen. Für William ist jede Sekunde ein Raum, in dem ganze Texte Platz finden.
Als er beauftragt wird, eine Reihe rätselhafter Morde zu durchdringen, gerät er in ein Geflecht aus Akten, Pfandhäusern und Gauklerkarten. Doch je tiefer er gräbt, desto verlockender wird jene eine Erklärung, die alles zusammenfügt und desto schärfer die Frage, ob er einer Wahrheit folgt oder nur dem Wunsch nach ihr. Denn in dieser Welt existiert keine Magie; alles hat einen Grund, und gerade das macht die Schatten so gefährlich.
»Scriptis Verbis: Bestia Ultra Umbras« ist ein düsterer, atmosphärisch dichter Dark-Academia-Roman, der die Strenge eines Kriminalfalls mit der Tiefe eines philosophischen Romans verbindet, eine Geschichte über Wissen und seinen Preis, über den schmalen Grat zwischen Beweis und Einbildung, und über das, was hinter jedem Schatten wartet, den der Verstand wirft.
Maximilian Warden schreibt deutschsprachige Dark Academia an der Schwelle zwischen Krimi und philosophischem Roman, in einem gehobenen, bildreichen Stil, in dem jede Beobachtung in eine Maxime kippen kann. Scriptis Verbis und Paginae de Parcae sind sein fortlaufendes Werk über Wissen, Macht und die Frage, wer richten darf, wer benennen darf.
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