Schlagworte: Fahrtensegeln, Segeln ist mehr als Meer, Segeln als Naturerlebnis, Unterwegs sein und nicht schnell ankommen, Nicht um die ganze Welt mit Wind und Wellen
Fahrtensegeln ist ein Virus, wobei es egal ist, ob es ein Schiffchen, ein Schiff, eine Yacht oder sonst was ist. Es ist auch egal, ob man damit auf einem großen Binnensee oder auf dem großen oder kleineren Meer unterwegs ist. "Gehst du mit segeln?", fragte mich mein Mann. "Ja, warum denn nicht", war meine Antwort. Mittelmeerküste, Gardasee, Balaton, Ionisches Meer und die Adria waren das Ergebnis. Zugegeben, es ist nicht die ganze Welt, aber ein äußerst interessanter Teil davon. "Welche Überraschungen erlebt man bei der Übernahme einer Segelyacht, wie lustig ist das Leben an Bord, ist man mit Freunden am Ende eines Törns noch befreundet, ist Ankommen wirklich reine Glückssache, braucht man wirklich einen Schein, muss man auch bei schlechtem Wetter segeln?". Fragen über Fragen. Es gibt aber "noch mehr als Meer" - es gibt Begegnungen mit Menschen, Kultur, Tieren, Pflanzen und Bergen. Meine Aufzeichnungen habe ich ausgewertet, hier sind sie - mal heiter, mal nachdenklich, mal kritisch und vielleicht hilfreich für andere. Viel Spaß beim Lesen.
Geboren bin ich in der Stadt Hückeswagen im Bergischen Land, zugegeben einer eher unmaritimen Gegend. Außer ein pasr Stauseen, auf denen sich regattaverdächtige Jollensegler gegenseitig das Leben schwer machen, ist hier nichts zu sehen von Meer und Wellen. Eigentlich in den Alpen unterwegs, kam ich durch meinen Mann Gerhard, ebenfalls hauptsächlich Alpinist, aber mit jahrelanger Seglererfahrung, so ganz ohne Schein, zum Segeln. Der Virus hatte mich sehr schnell befallen und ich erkannte, dass Segeln nichts anderes als Bergsteigen ist. Eigene Grenzen erkennen und achten, die Natur respektieren, ihre Elemente ernst nehmen und in einem Team agieren. Ebenso wie in einer Seilschaft beim Klettern. Segeln als Sport interessiert mich nicht, Gerhard übrigens auch nicht. Es ist der Reiz unter Segel auf natürliche Art und Weise von A nach B, vielleicht auch C zu gelangen. Ohne Stress, Kampf und starre Zielvorgabe. Fahrtensegeln. Land, Menschen und Natur dabei entdecken. Genießen. Nein, um die ganze Welt will ich nicht. So schön es auch sein mag, es gibt auch in kleinerem Raum . Mein persönliches Logbuch, das ich ebenso agribisch führe wie das faktisch Notwendige, enthält vorwiegend Erlebnisaufzeichnungen. Lustige, ernste, nachdenkliche und zum Kopfschütteln anregende. Hier sind sie.
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