Kaum ein Thema hat die Christenheit in den letzten 2000 Jahren derart gespalten wie die Taufe. Ende 2. Jahrhundert fing es an. Irrlehrer und Verführer drangen in die frühe Kirche ein. Sie wollten die Taufe abwandeln oder gar abschaffen. Tertullian erkannte die Gefahr und schrieb dagegen dieses einschlägige Büchlein, worin er alle Irrlehren widerlegt und die eine, vom Herrn befohlene Taufe tiefgründig darlegt. Dazu behandelt er geduldig brennende Fragen wie: Warum wurde Jesus getauft? Hat Jesus mit eigenen Händen getauft? Waren die Apostel getauft? Warum Wasser und welches Wasser? Warum die Taube? Wo und wann kommt der Heilige Geist? Was ist mit der Johannestaufe? Was ist mit der Bluttaufe? Dürfen Kleinkinder getauft werden? Sollen überhaupt Unverheiratete getauft werden? Darf jeder Mann taufen? Dürfen Frauen taufen? Welcher ist der passende Tag für die Taufe? Was muss vor und nach der Taufe getan werden? Ist die Taufe überhaupt heilsnotwendig? Sind Ungetaufte überhaupt Christen? Gilt die Taufe der Irrlehrer?
Die Bedeutung dieses herausragenden Apologeten und produktiven Autors des frühen Christentums wird heute oft verkannt. Tertullian, mit vollem Namen Quintus Septimius Florens Tertullianus, lebte und lehrte in Karthago, im Westen des römischen Reiches. Weil er auf Latein schrieb, und noch dazu nicht gerade wenig (heute sind uns von ihm noch über 35 Bücher erhalten), war er der einflussreichste Gestalter des frühen westlichen Christentums. Er war ein scharfsinniger Beobachter und Analytiker der Traditionen und Fehlentwicklungen seiner Zeit und zog dagegen gekonnt mit dem Wort Gottes als Waffenrüstung in den Kampf. Er ist berühmt für seine strenge Sitten- und Morallehre, seine theologischen Abhandlungen über wesentliche christliche Lehren, und seine zahlreichen Schriften gegen diverse Irrlehrer. Obwohl Tertullian seine Werke auf Latein schrieb, las und kannte er den Originaltext der Heiligen Schrift auf Griechisch, das er exzellent beherrschte. Eine offizielle lateinische Bibel gab es noch nicht zu seiner Zeit - die Vulgata wurde erst 100 Jahre nach Tertullians Tod erstellt. Aber es gab schon einige regionale, altlateinische Übersetzungen, die er zitieren konnte. Tertullian war ein ausgezeichneter Rhetoriker und hochgebildeter Schriftgelehrter. In vielen Fällen wirkte er selbst als Übersetzer und arbeitete mit eigenen lateinischen Übersetzungen der Schrift. So auch in diesem Werk.
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