Ist der Vampir eine Erfindung des Christentums? Diese interdisziplinäre Studie zeigt erstmals in einer tiefen Auseinandersetzung, dass der Vampir maßgeblich eine christliche "Schöpfung" ist. Die Arbeit geht der These nach, dass frühere Wiedergängervorstellungen durch Theologie, Kirche und Christentum zum Vampir transformiert wurden. Insbesondere wird untersucht, wie dieses theologische Erbe in der medialen Rezeption, etwa in Bram Stokers "Dracula" (1897), lebendig bleibt. Auf Grundlage einer multidisziplinären Herangehensweise - von Theologie- und Literaturgeschichte über Ethnologie, Medizin- und Regionalgeschichte bis hin zu Medienwissenschaften - beleuchtet die Arbeit nicht nur historische, sondern auch popkulturelle Aspekte. Dabei folgt sie der aktuellen Entwicklung, ehemals theologisch geprägte Themen in modernen wissenschaftlichen Diskursen wieder sichtbar zu machen. Die Studie richtet sich sowohl an Fachleute aus Theologie, Literaturwissenschaft und Kulturwissenschaft als auch an interessierte Leserinnen und Leser, die das Motiv des Vampirs in seinen tiefen kulturellen und religiösen Wurzeln besser verstehen möchten.
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