1915 wird San Francisco zum Labor der Ukulele-Moderne. Im Umfeld der Panama-Pacific International Exposition, des Royal Hawaiian Quartette und der Zusammenarbeit mit George E. K. Awai entwickelt Sherman, Clay & Co. einen entscheidenden Vorsprung im neuen Markt für hawaiianische Musik. Andreas Fischer vertritt die These, dass Nelson Burdette Bailey dabei bewusst als Lehrer, Autor und Vermittler eingesetzt wurde, um die Ukulele systematisch für das amerikanische Festland aufzubereiten. Aus Lehrheften, Copyright-Quellen, Adressbüchern, Patenten und Fotografien entsteht so eine neue Geschichte der frühen Ukulele: nicht nur als Bühnenphänomen, sondern als Produkt aus Aufführung, Verlagsstrategie und Unterrichtspraxis. Ein zweisprachiges Buch über Bailey, Awai und den Weg von vier Saiten auf die große Bühne
Andreas Fischer ist deutscher Autor, Akustikexperte und im weitesten Sinne auch ein Ukulelenhistoriker. Sein Interesse liegt auf den Instrumenten der Firma Lyon & Healy, der Entwicklung der Ukulele im frühen 20. Jahrhundert und der Wiederentdeckung der Lehrwerke von N. B. Bailey. Auf seiner Website bailey-ukulele.de veröffentlicht er Recherchen, Dokumentationen und Quellenmaterial. Er lebt im Rheinland, ist an Morbus Parkinson erkrankt und arbeitet an weiteren Büchern zur Kultur- und Musikgeschichte der Ukulele.
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