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Neu
Virus der Freiheit
ePUB
1,1 MB
DRM: Wasserzeichen
ISBN-13: 9783695781249
Verlag: BoD - Books on Demand
Erscheinungsdatum: 27.04.2026
Sprache: Deutsch
Barrierefreiheit: Zugänglich
erhältlich als:
CHF 8.00
inkl. MwSt.
sofort verfügbar als Download
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Mehr InfosEr hatte zwei Welten kennengelernt. Den Kommunismus in einem Land, das ihm Heimat gewesen war und ihn doch nie ganz freigab. Und den Kapitalismus in Deutschland, einem Land, das er gewählt hatte, weil es auch seine Urheimat war, und das ihn zugleich forderte, aber in Freiheit. Erst spät begriff er, dass ein System nichts Abstraktes war. Es bestand aus Menschen, aus Gewohnheiten, aus Macht und aus dem, was im Verborgenen wirkte. Es hatte ein Gesicht, oft mehr als eines.
Der Wechsel in den Westen war für ihn ein Schritt in eine Welt, die Freiheit versprach und sie auch gewährte: sprechen zu dürfen, denken zu dürfen, handeln zu dürfen. Doch auch hier war Freiheit kein Geschenk ohne Preis. Verantwortung lag beim Einzelnen, still und konsequent. Herkunft, Bildung oder Begabung boten keinen Schutz vor dem Scheitern. Beziehungen auch nicht.
Das Leben verlangte Kraft, Ausdauer und Mut, denn in beiden Systemen waren letztendlich Macht und Geld die Mittel mit denen die Gesellschaft geführt wurde.
William beobachtete, wie sich Unruhe ausbreitete, wie Sehnsucht nach einfachen Antworten wuchs. Manche blickten zurück, andere suchten neue Schuldige. Die Ränder wurden lauter, und je weiter sie auseinanderdrifteten, desto ähnlicher wurden sie sich im Ton. Langsam machten sich sowohl in seiner postkommunistischen Heimat, als auch in den westlichen Demokratien, etwas Gefährliches bemerkbar: Nostalgie nach der Geborgenheit des Kommunismus, auf der einen Seite und dem Wunsch nach der Volksgemeinschaft des Rechtsextremismus auf der anderen Seite. Es sind die alten Strukturen, die im Untergrund weitergewirkt haben, die ihren Durst nach Macht nur im Chaos und in der befriedigen können. Die neuen Medien sind der fruchtbarste Boden für diese Entwicklung.
Der Wechsel in den Westen war für ihn ein Schritt in eine Welt, die Freiheit versprach und sie auch gewährte: sprechen zu dürfen, denken zu dürfen, handeln zu dürfen. Doch auch hier war Freiheit kein Geschenk ohne Preis. Verantwortung lag beim Einzelnen, still und konsequent. Herkunft, Bildung oder Begabung boten keinen Schutz vor dem Scheitern. Beziehungen auch nicht.
Das Leben verlangte Kraft, Ausdauer und Mut, denn in beiden Systemen waren letztendlich Macht und Geld die Mittel mit denen die Gesellschaft geführt wurde.
William beobachtete, wie sich Unruhe ausbreitete, wie Sehnsucht nach einfachen Antworten wuchs. Manche blickten zurück, andere suchten neue Schuldige. Die Ränder wurden lauter, und je weiter sie auseinanderdrifteten, desto ähnlicher wurden sie sich im Ton. Langsam machten sich sowohl in seiner postkommunistischen Heimat, als auch in den westlichen Demokratien, etwas Gefährliches bemerkbar: Nostalgie nach der Geborgenheit des Kommunismus, auf der einen Seite und dem Wunsch nach der Volksgemeinschaft des Rechtsextremismus auf der anderen Seite. Es sind die alten Strukturen, die im Untergrund weitergewirkt haben, die ihren Durst nach Macht nur im Chaos und in der
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