Die moderne Wissenschaft ist präzise, erfolgreich - und möglicherweise grundlegend falsch orientiert. Sie beschreibt die Welt mit beeindruckender Genauigkeit, scheitert aber seit über hundert Jahren an ihren tiefsten Fragen: Was ist Zeit? Was ist Zufall? Was ist Bewusstsein? Und warum lassen sich Quantenmechanik und Gravitation nicht vereinen?
In Volo ergo sum stellt Siegfried Genreith eine unbequeme These vor: Nicht Ordnung ist fundamental, sondern Zufall. Nicht Gesetze erzeugen die Welt, sondern ein selbstbezüglicher Prozess, der sich Schritt für Schritt stabilisiert. Gravitation erscheint darin nicht als Kraft, sondern als statistischer Effekt. Zeit ist nicht kontinuierlich, sondern entsteht aus Ereignissen. Bewusstsein ist kein mysteriöser Zusatz zur Materie, sondern eine Form von Ordnung in der Zeit.
Im Zentrum steht das GenI-Modell, ein evolutionärer Zufallsprozess, der sowohl den quantenmechanischen Messprozess als auch gravitative Dynamik reproduziert - ohne Feinjustierung, ohne verborgene Steuergrößen. Der freie Wille wird dabei nicht weg erklärt, sondern als reale Ursache ernst genommen: Volo ergo sum - Ich will, also bin ich.
Genreith verbindet persönliche Reflexionen, philosophische Konsequenz und physikalische Modellbildung zu einem radikalen Perspektivwechsel. Das Buch verzichtet bewusst auf mathematische Formalismen, nicht aber auf gedankliche Strenge. Es fordert den Leser heraus, vertraute Kategorien wie Objektivität, Kausalität und Realität neu zu denken.
Dieses Buch will nicht gefallen. Es will irritieren, provozieren und eine Debatte eröffnen, die längst überfällig ist.
Siegfried Genreith, Jahrgang 1956, ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder. Er hat an der Universität Köln Mathematik studiert und mehr als dreißig Jahren lang als Chefdesigner und IT-Architekt bei einem weltweit führenden Unternehmen gearbeitet. Die Ursachen natürlicher Intelligenz sind zu seiner Passion geworden. Ursprünglich ein Nebeneffekt sind mathematisch geprägt Kunstwerke, die er in Ausstellungen unter dem Begriff "Chaos, Kunst und Algorithmen" immer wieder ausstellt.
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