Das Thema ist zeitlos als auch unerschöpflich, weil stets aufs neue Söhne in den Fokus treten, wenn sie sich als Väter vertrauensvoll in den Strom der Vererbung einfügen. Das gleiche bei den Töchtern, die als Mütter das Leben weitergeben, wobei jede Generation neue Schicksale durchmacht. ... Die Vorfahren unserer Familie lassen sich zurückverfolgen bis ins Jahr 1750, und es müsste ungemein spannend sein zu erfahren, wie sie gelebt und was sie erlitten haben. Doch es sind zumeist die Namen, die geblieben sind, und so sind es nur die Schicksale von Vater und Sohn, die ausführlicher beschrieben werden.
Der Vater erlebt die Zeit nach dem 1. Weltkrieg als ein Chaos zusammengebrochener Strukturen: Bürgerkrieg, Geldentwertung, Mangel und Hunger. Danach eine Phase des Aufbaus, gefolgt vom Absturz in den 2. Weltkrieg, den er bis zum bitteren Ende mitmachen muss, und die lange Zeit der russischen Kriegsgefangenschaft. ... Der Autor erlebt die Kriegszeit aus der Sicht eines kleinen Jungen, die Mangeljahre danach und das Ringen um das tägliche Brot. Bis die Zeiten endlich besser werden, und er sich aufmacht, die Welt auch jenseits des Tellerrandes zu erkunden.
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