Unsere Gegenwart lebt in einer stillen Selbstverständlichkeit: Die Welt ist Natur, der Mensch ist Biologie, das Bewusstsein ist Gehirnfunktion. Alles scheint erklärbar, alles scheint im Griff. Und gerade weil dieses Weltverständnis so alltäglich geworden ist, wird kaum noch gefragt, was es eigentlich bedeutet. Dieses Buch ist ein Gedankenexperiment von ungewöhnlicher Konsequenz. Es beschreibt das materialistische Weltbild nicht als These, sondern als gelebten Hintergrund - und führt seine Logik Schritt für Schritt bis zum Ende. Was wird aus Wahrheit, Freiheit, Verantwortung und Würde, wenn es keinen letzten Grund gibt? Was bleibt vom Menschen, wenn das Selbst nur ein temporäres Muster ist? Und kann man am Ende überhaupt noch von "Sein" sprechen - oder nur von Geschehen? Kein Manifest. Keine Polemik. Keine Predigt. Nur die nüchterne Frage: Was bleibt?
Lothar-Rüdiger Lütge - ist Betriebswirt, Volkswirt und seit über vier Jahrzehnten Buchautor. Nach intensiven geistigen und spirituellen Suchbewegungen schreibt er Bücher über Philosophie, Religion, Metaphysik und Gesellschaft. Er betrachtet die Entwicklung des Westens als einen geistigen Prozess, der vom personalen Gottesverständnis zur kollektiven Entwurzelung geführt hat - und sucht Wege aufzuzeigen, wie der Mensch zur göttlichen Ordnung zurückfinden kann.
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