Kann man sich heute noch an der Bergpredigt orientieren? Ja, sagen die Autor:innen dieser Friedensschrift. Denn die Bergpredigt ist kompatibel mit der modernen Friedensforschung. Besonders das Konzept der Friedenslogik zeigt Wege auf, wie Konflikte mit Mitteln der Diplomatie und der zivilen Konfliktlösung gelöst und Kriege verhindert werden könnten. Eine kenntnisreiche Analyse der negativen Rolle des Westens bei der Eskalation im Ukrainekrieg macht exemplarisch deutlich, dass der "Balken im eigenen Auge" auf politischer Ebene zu oft die Sicht verstellt. Diese ökumenische Friedensschrift gibt Christ:innen und Humanist:innen eine klare friedensethische Orientierung. Sie fordert dazu auf, in Zeiten massiver Aufrüstung unmissverständlich für militärische Abrüstung und für den Beitritt aller Staaten zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag einzutreten. Gerade die Kirchen können eine starke, klare Stimme für Frieden sein und am Aufbau einer Kultur des Friedens mitwirken.
"Die Kirche sollte in Verkündigung und Seelsorge, auch im politischen Diakonat, weiterdenken, als die Mächte der Welt es vermögen. Deshalb erfreut schon der richtungsweisende Titel der Ökumenischen Friedensschrift: 'Wer Frieden will, muss mit dem Feind reden'." (Horst Scheffler, Ltd. Militärdekan a.D.).
"Diese Friedensschrift gibt im besten Sinne eine Orientierung: klar in der Position, verständlich in der Sprache, gut strukturiert und ohne politische und theologische Verrenkungen." (Elisabeth Freise, Mitglied im Koordinierungskreis von "Sicherheit neu denken").
"Da ist etwas sehr Gutes entstanden! Besonders gelungen finde ich den klaren Aufbau und, noch wichtiger, die klare Sprache. Dadurch ist die Friedensschrift langfristig in vielerlei Kontexten interessant und nutzbar, etwa im Religionsunterricht oder auch in nichtkirchlichen Friedensinitiativen. Und die langfristige Nutzung und Wirkung ist wichtiger als kurzfristige Aufmerksamkeit. Aber das schließt sich ja nicht aus!" (Markus Weingardt, Friedens- und Konfliktforscher).
edition pace - Sonderband. In Kooperation mit dem Ökumenischen Institut für Friedenstheologie.
Ralf Becker, Social Entrepreneur, seit 2019 Koordinator der Initiative Sicherheit neu denken, 2012-2019 Koordinator des "gewaltfrei handeln - ökumenisch Frieden lernen e.V.", Mitwirkung u.a. im SprecherInnen-Rat der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, in der Kirchentwicklung der Bistümer Paderborn und Münster, der Kampagne Erlassjahr 2000 sowie der Koordination internationaler Nachhaltigkeitsdialoge und der Umsetzung der Studie Zukunftsfähiges Deutschland beim Hilfswerk Misereor.
Karen Hinrichs
Karen Hinrichs, Pfarrerin i.R., Theologin und Pädagogin, 1989-2004 Gemeindepfarrerin und 2004-2019 Oberkirchenrätin der Evangelischen Landeskirche in Baden, 2020-2025 Dozentin und Geschäftsführende Direktorin des Friedensinstituts der Evangelischen Hochschule Freiburg. Publikationen zu Friedenspädagogik und Theologie. Mitglied u.a. bei: Ökumenisches Institut für Friedenstheologie, Gewaltfrei Handeln - ökumenisch Frieden lernen e.V., Internationaler Versöhnungsbund - Deutscher Zweig, Church and Peace.
Heinrich Schäfer
Heinrich Schäfer, Prof. Dr. Dr. (i.R.), Soziologe und evangelischer Theologe, Universität Bielefeld; früher Universidad Bíblica Latinoamericana, Costa Rica; arbeitet seit Ende der 1970er Jahre durch Feldforschung in zwei Kriegen und weitere wissenschaftliche Tätigkeit in Lateinamerika und Deutschland u.a. am Themenkomplex "Konflikt / Friede" aus soziologischer und theologischer Perspektive. Sein theologischer Ansatz ist eine soziologisch informierte Befreiungstheologie.
Theodor Ziegler
Theodor Ziegler, Dr. phil., Baiersbronn, Religionspädagoge, wirkte am Friedensethischen Diskussionsprozess der Badischen Landeskirche sowie an der Erarbeitung des Szenarios "Sicherheit neu denken. Von der militärischen zur zivilen Sicherheitspolitik" mit und gehört dem Ökumenischen Institut für Friedenstheologie sowie der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsgegner an. Dissertation: "Motive und Alternativentwürfe christlicher Pazifisten".
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