Der Titel des Romans enthält bereits eines seiner zentralen Motive. Zango bezeichnete ursprünglich einen Rast- oder Aufenthaltsort von Reisenden und Händlern; in Westafrika entwickelte sich daraus auch die Bezeichnung für Gemeinschaften von Migranten und Fremden. Die Menschen dieses Romans sind solche Reisenden: Menschen zwischen Herkunft und Zukunft, zwischen dem Ort, an dem sie leben, und jenem anderen Ort, an dem sie zu leben hoffen. Die Geschichte von Danladi, Lawal und Jacob handelt davon, was Menschen auf sich nehmen, weil sie glauben, dass irgendwo anders ein anderes Leben auf sie wartet. Dawda Mohammed Kakale hat ihnen eine Stimme gegeben.
Dawda ist ghanaischer Journalist und Schriftsteller. Dawda veröffentlicht seine Bücher im Selbstverlag. Um die Kosten niedrig zu halten, lässt er sie nicht in Ghana, sondern in der Nähe von Kano im Norden Nigerias drucken. Dafür nimmt er eine viele Stunden dauernde Reise von Accra nach Lagos und von da nach Kano auf sich - über die Grenze nach Togo, weiter durch Benin und schließlich nach Nigeria. Was bei uns mit einigen E-Mails an eine Druckerei erledigt werden könnte, bedeutet für ihn eine lange Reise durch mehrere Länder. Und dennoch nimmt er sie auf sich, weil der Druck in Kano für ihn erschwinglicher ist.
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