Als Stefan seinen besten Freund Peter leblos im Tharandter Wald auffindet, sitzt der Schock tief. Im ersten Moment deutet alles auf einen Selbstmord hin, doch die Polizei beginnt zu ermitteln. Für Stefan wird dieses Ereignis zum Auslöser, vier Jahrzehnte in die Vergangenheit zurückzublicken.
Ihre gemeinsame Geschichte beginnt beim Drill in einer NVA-Kaserne der Achtzigerjahre. Später flüchtet Peter über Ungarn in den Westen. Stefan bleibt und beteiligt sich an den Wende-Demonstrationen in Dresden. Am Bodensee kreuzen sich ihre Wege erneut. In der unübersichtlichen Nachwendezeit erliegt Peter jedoch der Versuchung des schnellen Geldes und trifft eine fatale Entscheidung.
Gerahmt von den polizeilichen Ermittlungen entfaltet sich ein vielschichtiges Zeitpanorama, das vom Fall der Mauer über den Bosnienkrieg bis hin zur Corona-Pandemie und der Gegenwart reicht. Der Roman ist von wahren Begebenheiten inspiriert und erzählt von den persönlichen Wegen zweier Männer im Rahmen einer Kriminalhandlung.
Steffen Lindner, Jahrgang 1966, veröffentlichte bereits in den 90er-Jahren eine Reihe humoristischer Taschenbücher (Monopoly, Mensch ärgere dich nicht und Dame). Mit "Zwei Welten" legt er nun sein bisher umfangreichstes und persönlichstes Werk vor, das seine langjährigen Beobachtungen des Zeitgeschehens literarisch verdichtet. Steffen Lindner ist ein Augenzeuge der deutsch-deutschen sowie schweizerischen Geschichte. Viele der im Roman beschriebenen Ereignisse basieren auf seinen persönlichen Erfahrungen. Diese reichen vom Dienst in der NVA über die friedliche Revolution in der DDR bis hin zum beruflichen Neuanfang am Bodensee und in der Schweiz. Heute lebt und arbeitet er in der Schweiz.
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