Land Wursten, im elften Jahrhundert. Es ist das Jahrhundert der grossen Sturmfluten. Menschen, Vieh, ganze Dorfgemeinschaften sterben in den Fluten, die durch gebrochene Deiche und hölzerne Bollwerke über das Land hereinbrechen. Aber der Wille der Bevölkerung bleibt dennoch ungebrochen. Untergegangene Singspiele werden wieder aufgebaut, neue Dorfgemeinschaften entstehen in der höher gelegenen Geest. Dieser fast aussichtslose Kampf mit dem Meer führt 1199 zu dem ersten gemeinsamen geschlossenen Deichbau. Beginnend in Wremen, endend in Cappel. Gleichzeitig wächst der Einfluß der Institution der Kirche. Konflikte zwischen christlichen Glauben und der noch vorherrschenden Naturreligion bleiben nicht ohne Folgen. Das soziale Gefüge der Gemeinschaften wird auf eine harte Probe gestellt.
Land Wursten, der Kampf um die Friesische Freiheit von 1499 bis 1525 Ab 1497 versucht das Erzbistum Bremen den Landstrich Wursten in seinen Besitz zu bringen. Aber es gibt massive Gegenwehr durch die Bevölkerung, die sich aufgrund der herrschenden Rechtsordnung der sogenannten Friesischen Freiheit keinem fremden Herren beugen will. Mehrfach wird das Land Wursten durch den gewaltsamen Einmarsch von Soldaten und Söldnern aus Bremen verwüstet. Doch der Widerstand wird erst durch ein letztes Aufbegehren an der Mulsumer Kirche im Jahre 1524 endgültig gebrochen.
Land Wursten, ab 1700 bis zur Neuzeit Eine Zeit des steten Wandels. Die schnell zunehmende Industrialisierung führt zu Konflikten zwischen Alt und Jung. Tradition und Neugeist. Am Ende steht die Frage, wie beides gelebt werden kann. Wie Landgewinnung, Schutz vor erneute Sturmfluten, Naturschutz und dem Schutz dieser fast einmaligen Landschaft in Einklang gebracht werden kann. Denn Watt, Marsch, Moor, Geest und Heide bilden auf diesem kleinen Flecken Erde zwischen Bremerhaven und Cuxhaven eine einzigartige Symbiose.
Heiner Vogelei, Jahrgang 1955.- War fast 40 Jahre als Krankenpfleger in Bremer Kliniken und Altenpflegeeinrichtungen tätig. Bereits ab dem Jahr 1977 beschäftigte er sich intensiv mit esoterisch-spirituellen Themen. Dabei hatte er von Beginn an eine starke Affinität zu den Lehren des tibetischen Buddhismus. Durch seine Freundschaft zu Prof. Dr. Siegfried Richter wurde ebenfalls sein Interesse an der Geschichte des Landes Ägypten geweckt. Durch seinen neuen Wohnort, dem Land Wursten zwischen Bremerhaven und Cuxhaven, wurde er zu mehreren romanhaften Erzählungen über die Historie dieses Landstriches inspiriert. Alle seine Bücher sind und werden bei BOD erscheinen.
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